Freitag, 25. September 2015

Tierisches aussem Revier

Foto: Tierpark Bochum
Nachwuchs bei den Totenkopf-Äffchen 

Die zehnköpfige Totenkopf-Bande des Bochumer Tierparks ist ganz aus dem Häuschen, denn Weibchen Bea hat vor wenigen Tagen ein Jungtier zur Welt gebracht. Noch wiegt das kleine Äffchen gerade mal 100g und hält sich sicher auf dem Rücken der Mutter fest. Nach einem Monat lassen sich die Jungtiere auch von anderen Weibchen herumtragen. Die Männchen sind an der Aufzucht des Nachwuchses unbeteiligt.Im Tierpark Bochum bieten ihnen eine großzügige, naturnah gestaltete Außenanlage sowie ein fast 70 Quadratmeter großes Winterhaus reichlich Klettermöglichkeiten zum Herumtoben. Die südamerikanischen Regenwaldbewohner sind an hohe Temperaturen gewöhnt. Das Haus besitzt daher eine komfortable Fußbodenheizung und eine hochmoderne Infrarotheiztechnologie. 

In den Wäldern Südamerikas leben Totenkopfaffen (Saimiri sciureus) in Gruppen von 10 - 35 Tieren, in Amazonasnähe sind es manchmal sogar mehrere hundert! Die zu den Kapuzinerartigen gehörenden Affen bewohnen die Baumkronen der tropischen Urwälder und ernähren sich von Früchten, Insekten, Vogeleiern und Schnecken. Gesicht, Hals und Ohren der Äffchen sind weiß, Schnauze, Scheitel und Koteletten dunkel bis schwarz. Dieser besonderen Gesichtszeichnung verdanken sie ihren Namen. Totenkopfaffen stehen unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens. Die größte Bedrohung resultiert aus dem Verlust ihres natürlichen Lebensraumes durch Zerstörung der Regenwälder. Der Tierpark Bochum ist am Europäischen Erhaltungsschutzprogramm (EEP) der südamerikanischen Affen beteiligt und freut sich darum besonders über die erfolgreiche Nachzucht.

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